Vereinsgeschichte des MTV Mainzholzen

 

Am 1. März 1901 wurde der Männer-Turn-Verein Mainzholzen gegründet.

Gründungsmitglieder (soweit überliefert) waren Robert Huchthausen, Hermann Schote und Robert Herold.

 


Die Zeit bis zur Vereinsauflösung durch die Nazis 1937

 

Nach der Vereinsgründung war Robert Herold der erste Vorsitzende. Turnen war vor dem Ersten Weltkrieg eher eine militärische Angelegenheit. Strammstehen in Reih und Glied waren angesagt. Seinerzeit war es üblich, dass man nach der Schulzeit vom Vorsitzenden aufgefordert wurde, an den Turnstunden teilzunehmen. Erschien man nicht, wurde der Vater benachrichtigt, und das bedeutete in aller Regel Prügel.

Das Turnen fand an einer Reckstange im ehemaligen Holzraum im Gasthaus „Zur Linde" statt. Irgendwann turnte man dann auf dem Saal. Das Gasthaus in seiner heutigen Form gibt es seit 1906, wiederaufgebaut nach einem Brand.

Es gab einen Spielmannszug mit Trommeln und Pfeifen, der aus ca. 20-30 Mitgliedern bestand. Der Spielmannszug wurde ca. 1933 aufgelöst.

 

In den 20er und Anfang der 30er Jahre war Robert Hotopp Vorsitzender, Hermann Meyer sen. Oberturnwart und Schriftführer war Willi Namuth (Großvater des langjährigen Schriftführers Hermann Schlieker jun.). Danach, bis zur Auflösung des Vereins im Jahr 1937 durch die Nationalsozialisten, führte Fritz Grupe, der auch Inhaber des Gasthauses war, den Verein. Sollte es Unterlagen gegeben haben, sind diese wahrscheinlich bei den häufigen Wechseln der Gaststättenpächter verloren gegangen.

 

 

 


 

           Wiederbegründung

 

 

1946

Am 17. März 1946, also fast auf den Tag genau 45 Jahre nach der ersten Gründung, wird in der schweren Zeit nach dem Ende des grauenvollen Zweiten Weltkrieges der Verein wiederbegründet. Da es an Allem mangelte, brachte jeder „Wiederbegründer“ ein Stück Holz und Schnaps (selbstgebrannt aus Rüben) mit. Der Verein wird wieder zum Leben erweckt durch Willi Grave sen., er wird der erste Vorsitzende des Vereins, Hermann Knoop (erster Kassenwart), Hermann Schlieker sen. (erster Schriftführer für 25 Jahre), Fritz Grupe, Otto Nolte, Gottlieb Leiwekamp, Willi Henne, Hermann Papenberg und Artur Schlieker. Die drei Letztgenannten sind auch heute noch unter uns und halten dem Verein nach wie vor die Treue.

Nur schleppend kommt der Turnbetrieb in Gang.

 

1947

Erstes Schauturnen, erster Maskenball

 

1948

Währungsreform – der Kassenbestand beginnt bei Null. Neuer Kassenverwalter wird Horst Walten. Vorturner wird Fritz Klöck. Willi Henne und Kurt Hotopp führen Reparaturarbeiten an den Turngeräten durch.

Im September findet ein Ball auf dem Saal statt und im Dezember wird ein Theaterstück aufgeführt.

In einer außerordentlichen Generalversammlung werden „17 sportfreudige Damen" begrüßt. Es wird die Aufstellung einer Damenriege beschlossen.

Der Vorschlag einiger Mitglieder, den Verein in Turn- und Sportverein umzubenennen, wird mit knapper Mehrheit abgelehnt.

Herbert Hotopp und Artur Schlieker bauen einen Aushangkasten.

 

1949

Eine überarbeitete Satzung wird beschlossen. Die neu geschaffene Position des zweiten Vorsitzenden wird von Kurt Hesse übernommen. Der Vorstand wird zu erhöhter Sparsamkeit aufgefordert. Ein Vierteljahresbeitrag von 1 Mark für Erwachsene wird festgesetzt.

Die Tischtennis-Abteilung wird gegründet durch Wolfgang Nehlipp und Herbert Buchhagen (als jüngster Spieler).

Im Februar findet eine Maskerade statt. Eine Flasche Schnaps wird versteigert und bringt 18,30 DM.

 

1950

Helmuth Herold und Hermann Lührs stehen nun an der Spitze des Vereins

Ein Maskenball findet im Februar statt und Mitte März wird der Turnerball mit der Kapelle „Stolte" veranstaltet.

 

1951

Keine Jahreshauptversammlung, der erste Vorsitzende und der Kassenwart sind verzogen. Mit Rundschreiben des Kreissportbundes vom 19. Juli 1951 wird der MTV ausgeschlossen, weil er seinen Verpflichtungen nicht nach kam.

 

1952

Hermann Lührs übernimmt die Führung des Vereins. Nachdem Günter Böhm schon formlos mit den Kindern turnt , beschließt die Generalversammlung die Aufstellung einer Jugendgruppe. Aber das Turnen der Männer ruht.

 

1953

Um den Turnsport in Mainzholzen wieder populär zu machen, hält der TSV Brunsen am 31.Januar einen Turnabend ab, wobei neben sechs Jungen vom MTV auch Fritz Klöck, Richard Thäsler, Günter Böhm und Gerhard Scharf mit dabei sind.

Eine „außergewöhnliche“, außerordentliche Versammlung findet am 19. Februar statt. Auf Veranlassung des ersten Vorsitzenden wird durch „ortsübliches Ausklingeln" zur Versammlung eingeladen, aber an dem Abend ist bis auf den zweiten Vorsitzenden der Vorstand wegen Krankheit verhindert. Neben neun Mitgliedern sind sieben Interessierte anwesend, die neu aufgenommen werden. Darunter ist Lehrer Otto Meier, der dann zum geschäftsführenden Vorsitzenden gewählt wird.

In der ordentlichen Versammlung am 15. März wird der neu gewählte Vorstand bestätigt. Fünf Riegen werden aufgestellt und fast alle Funktionen können sogar mit Stellvertretern besetzt werden. Auf einer weiteren Versammlung am 20. Juni muss der zweite Vorsitzende Fritz Grupe die Versammlung leiten, da Lehrer Meier „versetzt“ wurde.

Als erster MTVer nimmt Günter Böhm an einem Deutschen Turnfest in Hamburg teil. Er belegt einen hervorragenden 114. Platz, bei über 10.000 Teilnehmern!

Am 13. September wird ein Sportfest veranstaltet. Mit den benachbarten Vereinen MTV Wangelnstedt, TSV Lenne und TSV Eimen wird ein Sechskampf mit drei leichtathletischen Disziplinen auf der Ziegenwiese und drei turnerischen Übungen auf dem Saal ausgetragen, der mit einem Festumzug endet. Im September findet erneut ein Ball statt.

 

1954

Willi Eikenberg übernimmt die Kassengeschäfte. Unregelmäßigkeiten hören auf. Eine Damenriege wird erneut aufgebaut. Im März findet ein Kameradschaftsabend statt.

Ein Reck wird gekauft.

 

1955

Vorsitzender Fritz Grupe lehnt eine weitere Kandidatur ab. Es stellt sich aber kein Bewerber zur Verfügung. Er macht schließlich weiter und holt sich mit Günter Böhm einen zweiten Vorsitzenden an seine Seite, der zusammen mit seinen Brüdern für den lang ersehnten Aufschwung in dem Verein sorgt.

Vom MTV Negenborn besorgt Günter Böhm einen gebrauchten Barren für 80 Mark.

Im November findet ein Ball mit Schauturnen statt. Den Spätheimkehrern wird eine Erinnerungsgabe überreicht.

 

1956

Fritz Grupe richtet in der Jahreshauptversammlung einen Appell an die beiden im Ort tätigen Lehrer engen Kontakt mit dem MTV aufzunehmen. Die Versammlung beschließt alte (bis 1951) Rechnungsunterlagen zu vernichten.

Ein Tischtennis-Freundschaftsspiel gegen den MTV Vorwohle endet 17:2 für Mainzholzen.

Im Februar ist erneut Maskerade, die aber eine Pleite wird. Im November findet ein Schauturnen zur Finanzierung von Sportgeräten statt.

 

1957

Eine enge Zusammenarbeit mit benachbarten Vereinen soll angestrebt werden.

 

1958

Erneut wird beschlossen, alle Belege vor 1953 zu vernichten. Dem Verein gehören jetzt 36 Mitglieder an.

Die Tischtennisabteilung meldet sich in der Kreisklasse für den Punktspielbetrieb an.

 

1959

Dem sparsamen Kassenwart wird gedankt, wiederum wird beschlossen die Belege von 1954 und 1955 zu vernichten. Diese Praxis wird in schöner Regelmäßigkeit auf den Generalversammlungen auch vollzogen. Über sportliche Aktivitäten wird wenig berichtet.

 

1960

Der Vorsitzende fordert die Mitglieder zu mehr Engagement auf und begrüßt Lehrer Rolf Hiekel und dessen Frau in der Jahreshauptversammlung.

 

1961

Rolf Hiekel wird neuer 2. Vorsitzender, Inge Hiekel Frauenwartin und Gotthard Scharf Jugendwart. Die Versammlung beschließt eine Beitragserhöhung auf 1,50 Mark pro Quartal.

Tischtennis-Fachwart Rudi Hotopp berichtet, dass neben zwei Tischtennis-Herrenmannschaften eine Schülermannschaft gemeldet wurde.

 

1962

Rolf Hiekel wird zum ersten Vorsitzenden gewählt.

Das Mädchen-Turnen mit Inge Hiekel wird gut angenommen, während die Teilnahme bei den Damen zu wünschen übrig lässt und Ende des Jahres eingestellt wird. Die Turnstunden der Jungen erfreuen sich einer guten Resonanz, leiden aber unter der Kälte auf dem Saal.

 

1963

Der Vorsitzende Rolf Hiekel geht aus beruflichen Gründen mit seiner Familie nach Südamerika.

Gerhard Scharf wird mit 25 Jahren, trotz zweier Gegenkandidaten, zum neuen ersten Vorsitzenden gewählt. Stellvertreter wird Albert Müller. Die Beiträge werden auf 2 Mark im Vierteljahr angehoben. Albert Müller und Wolfgang Nehlipp werden Kreismeister im Tischtennis-Doppel.

Der erste Kasten wird in Eigenleistung  von Günter Böhm hergestellt.

Der MTV nimmt an Kreis-Ski-Winterspielen teil. Gute Platzierungen erreicht hierbei vor allen Dingen der MTV Vorwohle. Einige Aktive nehmen an Winterspielen in Wangelnstedt teil.

 

1964

Ein gebrauchtes Pferd wird vom MTV Altendorf gekauft und 2 Schaumstoffmatten selbst hergestellt. Günter Böhm baut einen Handstand-Übungsbarren. Ein Paar Ringe stiftet der Turngau (heute Turnkreis). Die Fahne wird in mühevoller Kleinarbeit ausgebessert.

Im September findet ein Knabenvergleichswettkampf in Eimen statt: Die erste Mannschaft wird Sieger, die zweite belegt den 5. Platz. Beim Wettkampf in Mainzholzen siegt der Gastgeber.

Mit großer Delegation wird am Sängerfest (85 Jahre MGV) teilgenommen.

Im November findet das Schauturnen mit 60 Turnern statt.

 

1965

Ein modernes Reuther-Sprungbrett wird gekauft und ein Schwebebalken selbst gebaut. Das Holz stiftete der spätere Vorsitzende Horst Keitel (damals aber noch nicht im MTV). Gebaut hatte den Balken wieder einmal Günter Böhm.

Knaben des MTV werden Sieger bei den Vergleichswettkämpfen in Eschershausen, ebenso in Dielmissen. Eberhard Böhm wird Kreisbester im Turnen. Das Landesturnfest in Osnabrück wird besucht.

Im November findet das Schauturnen statt.

Nach der Fertigstellung des Marie-Kübler-Hallenbades in Stadtoldendorf fahren, unter der Führung des Schwimmwartes Otto Nolte, einige Vereinsmitglieder regelmäßig zum Schwimmen.

 

1966

Eine mögliche Fusion mit dem MTV Vorwohle wird diskutiert. Der Beitrag steigt auf 12 Mark im Jahr.

Günter Böhm erringt den 1. Platz beim Landestreffen der Skiläufer in Lerbach im Oberharz.

Der MTV erringt den Wanderpokal beim ersten Dörfervergleichskampf in Lenne.

Ein Olympia-Barren und eine Tischtennisplatte werden angeschafft.

Die Tischtennisabteilung steigt in die Bezirksliga auf.

Der MTV richtet Knabenvergleichskämpfe aus. Im Juni wird am Bezirksturnfest  in Northeim teilgenommen und am 26.11. ist Schauturnen.

 

1967

Der MTV kann den Elfas-Wanderpokal beim Dörfervergleichskampf, der in Mainzholzen auf der Ziegenwiese stattfindet, erfolgreich verteidigen.

Der Verein hat jetzt 66 zahlende Mitglieder. Es wird ein neuer Turnbock und eine Matte gekauft. Eine Turnbank wird wieder in Eigenregie hergestellt.

Beim Knabenvergleichskampf in Opperhausen wird der MTV Erster, ebenso in Wenzen.

Der Mitbegründer des Vereins Robert Huchthausen stirbt.

 

1968

Der schlechte Saalfußboden wird endlich renoviert. Die Bretter werden in Eigenleistung durch Parkett ersetzt. Der Kreissportbund greift dem MTV finanziell unter die Arme, ansonsten mühen sich die Mitglieder beim Verlegen. Trotzdem bleiben die Platzprobleme auf dem Saal.

Der MTV erringt zum dritten Mal in Folge den Elfas-Pokal  beim Dörfer-Vergleichskampf in Eimen.

Hermann Schote, Mitbegründer des Vereins, stirbt.

Der MTV fährt zum Deutschen Turnfest nach Berlin.

 

1969

Ein neues Pferd wird für die Männer-Turnriege gekauft. Für die Damenriege gibt es Keulen und Reifen. Die Braunschweigische Staatsbank (heute Nord LB) stiftet eine Matte. Der Verein kauft einen neuen Kasten und ein Mini-Trampolin. Die Anschaffungen wurden durch den Einsatz des ersten Vorsitzenden möglich, der von 30 Firmen 620 Mark an Spenden eintreiben konnte.

Für Kinder ab 3 Jahren wird eine neue Gruppe gebildet. Marianne Buchhagen betreut das sogenannte Krabbelvolk.

Im März finden Jugendwettkämpfe in Stadtoldendorf und das Schauturnen statt. Am Deutschen Turnfest in Berlin nehmen einige Turner teil.

Beim Dörfervergleichskampf holt der MTV drei von vier Pokalen. Sie gingen an Christel Wehrmann, Marianne Buchhagen und Rolf Rahmann. Den Mannschaftspokal gewinnt aber der MTV Wangelnstedt mit 8/100 Punkten Vorsprung.

 

1970

Der Jahresbeitrag steigt auf 16 Mark. Das Schauturnen findet wieder große Beachtung, beim anschließenden Turnerball spielt das „Hils-Trio" auf.

Der Verein übernimmt einige Bälle und andere Kleinteile von der aufgelösten Schule. Eine acht Meter lange Bodenturnmatte wird gekauft.

Der Mannschaftspokal beim Dörfer-Vergleichskampf geht  zum zweiten Mal in Folge an den MTV Wangelnstedt. Die Vereine aus Lenne, Wangelnstedt und Mainzholzen bilden die Leichtathletik-Gemeinschaft (LG) Elfas.

Rudi Hotopp wird Tischtennis-Kreismeister in der Herren-Klasse B.

Das Landesturnfest in Lüneburg wird besucht.

 

1971

Die Gemeinde Mainzholzen wird aufgelöst. Im Zuge der Gebiets- und Kommunalreform wird Mainzholzen ein Teil der neuen Gemeinde Eimen und gehört damit zur Samtgemeinde Eschershausen. Mainzholzen soll Zentrum des Sports in der Elfas-Gemeinde werden.

Grünes Licht aus Eschershausen für die seit langem geforderte Sporthalle.

Eine Weichschaummatte und ein Übungs-Schwebebalken werden selbst gebaut.

Als Attraktion des Schauturnens im März tritt der Radfahrverein Grünenplan auf.

130 Mitglieder gehören jetzt dem Verein an.

Im Juli wird ein Waldfest in Vorwohle veranstaltet und im Mai wird am Bezirksturnfest in Göttingen teilgenommen.

 

1972

In einer außerordentlichen Generalversammlung am 27. Mai, wird einstimmig beschlossen, dass der MTV bereit ist, sich mit den Vereinen aus Eimen und Vorwohle zusammenzuschließen, um den ersehnten Sporthallenbau zu erreichen. Eine vierköpfige Verhandlungsdelegation wird gewählt.

Werner Scharf wird Mehrkampfmeister in der Leichtathletik.

Ein Olympia-Spannbarren wird gekauft und die Tischtennis-Abteilung erhält einen neuen Wettkampftisch.

Im März findet das Schauturnen statt, im Mai beteiligt man sich am Gaukinderturnfest und im Juni am Gauturnfest.

Der Kassenbestand wächst erstmals auf über 1.000 Mark an.

 

1973

Führungswechsel an der Spitze des Vereins. In seiner zehnjährigen Amtszeit hat der Vorsitzende Gerhard Scharf den Turnbetrieb auf breiter Basis erfolgreich aufgebaut. Viele Initiativen gingen von ihm aus. Viele sportliche Erfolge sowie die Beschaffung und Herstellung von Gerätschaften sind auf sein Engagement und der tatkräftigen Unterstützung seiner Brüder zurückzuführen. Wegen des Wohnortwechsels nach Holzminden stellt Gerhard Scharf sein Amt zur Verfügung und wird durch Horst Keitel abgelöst.

Sein erster Vorschlag: Jeder Übungsleiter soll einen Saalschlüssel bekommen und auch die Verantwortung für die ordnungsgemäße Nutzung tragen

Nachdem die Gemeinde Eimen gebildet wurde, ist einer der ersten Beschlüsse der Bau der Sporthalle.

Erstmals werden 9 Gymnastik-Abzeichen verliehen.

Werner Scharf verteidigt seinen Meistertitel in der Leichtathletik. Beim Deutschen Turnfest in Stuttgart wird Werner Scharf 46. (von über 10000 Teilnehmern).

Im März findet das Schauturnen statt.

 

1974

Der Verein hat jetzt 150 Mitglieder. Gerhard Scharf wird Ehrenvorsitzender.

Neun Turnerinnen legen in Polle die Prüfung zum Gymnastikabzeichen ab.

 

1975

Die Mitgliedsbeiträge für Erwachsene werden auf 18 DM jährlich angehoben.

Uwe Wehrmann wird Schüler-Kreis-Waldlaufmeister, bei den Schülerinnen gewinnt Monika Böhm. Werner Scharf wird Landesmeister im Fünfkampf beim Landesturnfest in Emden. Im April tritt Willi Eikenberg nach 22 Jahren als Kassenwart aus Altersgründen zurück. Nachfolger wird Erich Kairies.

Ulrike Meyer, Marlies Wehrmann, Jutta Schlieker und Erhard Böhm erwerben die Jugendleiter-Lizenz.

 

1976

75 Jahre MTV – Der Geburtstag wird mit einem kurzfristig geplanten Zeltfest zünftig gefeiert. Ehrengäste waren u. a. Landrätin Martha Warnecke und die Bundestagsabgeordnete Hanna Neumeister, die einen wertvollen Fußball übergab. Samtgemeindedirektor Lenke verspricht, dass der Turnhallenbau bald beginnen soll.

„Sport im Spiel“, eine Art Spiel ohne Grenzen für Kinder findet großen Anklang.

Der MTV erringt als Teil der LG Elfas den Pokal des Landrats .

Im April findet das Schauturnen , im Juni das Bezirksturnfest in Alfeld und im September das Kartoffelbraten statt.

Helmut und Margot Müller bauen die Tischtennis-Jugendabteilung wieder auf.

1977

Die Satzung wird in einigen Punkten geändert, um die Eintragung in das Vereinsregister zu erreichen. Fritz Grupe, lange Jahre erster Vorsitzender des Vereins, stirbt.

Der Ehrenrat wird gegründet. Der Verein hat jetzt 170 Mitglieder.

Aufgrund der Initiative von Günter Böhm wird eine Skiabteilung gegründet.

Die Gemeinde kauft den Bauplatz für die Sporthalle. Durch Hausverkäufe hat sie 200.000 Mark für den Bau einnehmen können.

 

1978

Nach 20-jähriger erfolgreicher Amtszeit wird der 2. Vorsitzende Albert Müller verabschiedet und Gotthard Scharf tritt die Nachfolge an.

Im Februar findet das erste Skispringen von der Schanze statt.

Der MTV beteiligt sich am 100-jährigen Jubiläum des MGV. Der Sporthallenbau beginnt im Oktober.

Am 8. Dezember ist Richtfest. Es ist der Tag des Eisregens, der den gesamten Verkehr zum Erliegen bringt. Die Teilnehmer kriechen auf allen Vieren aus der Kneipe.

 

1979

Am 23. September kann endlich die Sporthalle eingeweiht werden. Volles Programm mit dem TSV Eimen. 20 Darbietungen erfreuen die Zuschauer.

Die Volleyball-Abteilung wird durch Helmut Müller gegründet. Im November wird die Damen-Seniorenriege durch Gertrud Keitel zum Leben erweckt.

Der Ski-Wettkampf wird vom NDR gefilmt und ein 2-Minuten-Ausschnitt in der Sportschau der Nordschau gesendet.

16 Sportabzeichen werden verliehen.

 

1980

Hermann Schlieker tritt als Schriftführer in die Fußstapfen seines Vaters, der die Funktion 25 Jahre lang perfekt ausführte. Die Mitgliederzahl steigt auf 261.

Große Beiteiligung von Aktiven und Zuschauern beim ersten Hallengeburtstag. Am 8. Dezember wird der 10.000 Hallenbesucher registriert.

19 Mädchen erhalten das Kinderturnabzeichen.

Rudi Hotopp, der vorübergehend für den MTSV Eschershausen startet, wird Tischtennis-Bezirksmeister. Im Februar wird Karneval gefeiert, eine Maiwanderung findet statt und im Juli ist Dorfgemeinschaftsfest in Vorwohle.

Auch beim Landesturnfest in Verden ist der MTV dabei.

 

1981

Interne Probleme im Vorstand führen im Mai zum Rücktritt des zweiten Vorsitzenden Gotthard Scharf und im Oktober zum Rücktritt des ersten Vorsitzenden Horst Keitel.

Auf einer vorgezogenen Generalversammlung wird Gotthard Scharf einstimmig zum neuen MTV-Vorsitzenden gewählt. Nach einer Stichwahl zwischen Heidi Kukasch und Hermann Meyer setzen sich die Frauen durch.

Mit Heidi Kukasch wird zum ersten Male in der Vereinsgeschichte eine Frau in den Vorstand gewählt und damit auch zum ersten Mal eine „Nicht-Mainzholzenerin“. In einer weiteren Abstimmung wird Hermann Meyer im zweiten Durchgang mit knapper Mehrheit zum Kassenwart gewählt. Da der Sportbetrieb und damit auch der Berichtsstoff der Übungsleiter sich enorm ausgedehnt hat, werden von nun an die Berichte in schriftlicher Form zur Jahreshauptversammlung vorgelegt.

Das erste Volleyballturnier findet statt. Zwischen Weihnachten und Neujahr ist wieder ein Skiturnier.

Die wieder aufgestellte Tischtennismannschaft steigt in die  Kreisliga auf, nachdem Hans-Michael Müller die Abteilung zu neuen Leben erweckt hat.

 

80 Jahre MTV – Beim Ball, der in Vorwohle stattfindet, da die Gaststätte in Mainzholzen vorübergehend geschlossen ist, wird eine alte Tradition aus den 50er Jahren wiederbelebt, die Tanzgruppe spielt Theater.

Beim Kreisturnfest in Kaierde belegt Christel Teiwes den ersten Platz.

 

1982

Auf einer ausserordentlichen Generalversammlung wird eine neue Satzung verabschiedet. Der Verein wird dann beim Amtsgericht eingetragen. Ein jahrelanger Versuch ein „eingetragener Verein" zu werden, wird damit beendet. Ein neues Vereinsemblem in modernem Stil wird durch Bernd Hundertmark entworfen und als Stoffabzeichen, Anstecknadel und Aufkleber hergestellt.

Im Februar wird die Mutter- und Kind-Abteilung gegründet. Unter der Regie von Irene Hein üben (überwiegend) die Mütter zusammen mit ihren bis zu dreijährigen Kindern erste turnerische Bewegungsabläufe.

Die Jugendlichen des Vereins verbringen ein Wochenende im Freizeitheim in Fürstenberg.

Die Volleyballer gewinnen zwei Pokalturniere und steigen in den Punktspielbetrieb ein.

Am 16. Oktober wird die Skihütte auf dem Skigelände im Elfas eingeweiht. Günter Böhm hatte sie aus Holz in Eigenarbeit in so mancher freien Stunde gebaut.

 

1983

Am 5. Februar wird der Skilift in Betrieb genommen. Initiator ist auch hier Günter Böhm. Der Skiwettkampf mausert sich zu einer beachtlichen Veranstaltung.

66 Teilnehmer haben sich gemeldet. Förster Meyer aus Vorwohle stiftet Bänke für die Skihütte.

Die Tischtennis-Abteilung schlägt sich bei Pokalturnieren recht erfolgreich, hat einmal sogar den ersten Platz errungen. Rudi Hotopp wird Kreismeister im Doppel.

Rege Beteiligung bei den Jüngsten: 17 Kleinstkinder mit Müttern (also 34), 20 Kinder beim Krabbelvolk nehmen am Sportbetrieb teil, aber auch 25 Mädchen in Riege I, 20 in Riege II . Die Aerobic-Welle erreicht den MTV: die Damen I stellen beim Schauturnen die neue Fitnesswelle vor.

Die Volleyballer und Tanzdamen veranstalten ein Zeltlager im Hüttenseepark bei Meißendorf.

Die Tanzgruppe umfaßt 16 junge Damen. Vor Weihnachten führen sie unter der Choreographie von Christel Teiwes das Märchen „Schneewittchen" in der Sporthalle auf.

Die Leichtathleten fahren bei den Bergturnfesten 14 erste Plätze ein. 15 Turner kehren vom Deutschen Turnfest in Frankfurt mit guten Platzierungen heim.

21 Sportabzeichen können verliehen werden.

 

1984

Endlich ein einheitliches Erscheinungsbild des MTV, Vereinsjacken werden eingeführt.

Erstmals werden Ehrungen langjähriger Mitglieder durchgeführt. Dazu wurde durch Befragung der Mitglieder (da alte Mitgliedsbücher fehlten) eine neue Mitgliedsstatistik erstellt. Für 60-jährige Mitgliedschaft erhielt der langjährige Kassenwart, Willi Eikenberg, die Goldene Ehrennadel mit Diamanten. August Henniges wurde für 50-jährige Treue geehrt. Die Wiederbegründungsmitglieder und weitere 29 Mitglieder erhielten die neu beschafften Ehrennadeln.

Der MTV nimmt am Jubiläumsfest (111 Jahre) der Feuerwehr teil.

Vier erste Plätze werden beim Kreisturnfest erzielt.

Die Volleyball-Damen gewinnen die Kreismeisterschaft. Helmut Müller wird zum Spielwart des Kreisvolleyball-Verbandes Holzminden gewählt und in den Spielausschuss des Bezirks Hannover berufen. Er leitet in der Folge auf Bezirksebene 13 Jahre lang eine Punktspielstaffel.

 

1985

Günter Böhm baut eine mobile Eisstockschießbahn. Auf seinem Grundstück werden bei entsprechender Wetterlage Wettkämpfe durchgeführt.

Jungen-Turnriege platzt mit 25 Jungen aus allen Nähten. Die Herrenriege umfasst jetzt 10 Männer. Auch die Mädchenriegen liegen bei weit über 20.

Teilnahme am Landesturnfest in Salzgitter.

 

1986

Bürgermeister Fritz Schmidt stirbt überraschend mit 54 Jahren. Er war der Mentor des Sports schlechthin. Sowohl Bau der Hils-Sporthalle als auch die Planung des Sportplatzbaus, der 1986 beginnt, gehen zum beträchtlichen Teil auf sein Konto.

Der jährliche Vereinsbeitrag wird auf 24 DM für Erwachsene festgesetzt.

Der MTV feiert sein 85-jähriges Bestehen mit einem Sportwochenende. Ein voller Erfolg wird das „Spiel ohne Grenzen“ und natürlich auch das traditionelle Schauturnen.

Die Volleyballer müssen die Herrenmannschaft wegen Spielermangel auflösen. Die erste Nachtwanderung führt durch den Elfas. Leider sind nur noch fünf Herren in der Turnriege, der Keimzelle des Vereins.

 

1987

Beim Deutschen Turnfest in Berlin sind 18 Aktive dabei.

Nur fünf Sportabzeichen werden verliehen.

Die Volleyball-Damen steigen in die Bezirksklasse auf.

Der Sportplatz, an dem sich der MTV Mainzholzen mit 10.000 Mark beteiligt hat, wird mit einem umfangreichen Programm eingeweiht.

 

1988

Führungswechsel: Gotthard Scharf muss aus beruflichen Gründen den Vorsitz aufgeben. Heidi Kukasch leitet nun den Verein. Neuer stellvertretender Vorsitzender wird Helmut Müller.

 

1989

„Jubeljahr“: 10 Jahre Hils-Sporthalle, 10 Jahre Volleyball, 10 Jahre Seniorenturnen und 40 Jahre Tischtennis, wobei man 25 Jahre am Punktspielbetrieb teilnahm.

Die Fahne des MTV Vorwohle wird übernommen.

Gotthard Scharf erhält die Ehrennadel des Deutschen Turnerbundes.

Beim Landes-Turnfest in Hannover sind MTVer dabei. Das Goldene Marathonabzeichen des DLV erhalten Dirk Gottwald und Bernd Hundertmark.

 

1990

Erstmals ist eine rückläufige Mitgliedsbewegung festzustellen, die auch zu einem Minus im Haushaltsjahresabschluss führt.

Ein geplanter Geräteraum-Anbau, der 65000 DM kosten soll, wird von Bürgermeisterin Ingeborg Müller aufgrund anderer Belastungen als nicht realisierbar angesehen.

Teilnahme am Deutschen Turnfest in Dortmund/Bochum.

Mit dem Neuzugang Bernd Hotopp erringt die Tischtennis-Mannschaft die Meisterschaft in der Kreisliga. Premiere erlebt die Tischtennis-Nachwuchsaktion der Mini-Meisterschaften.

 

1991

Das 90-jährige Bestehen des Vereins wird mit einem Zeltfest auf dem Bolzplatz vor der Sporthalle gefeiert. Die Vereinsfahne wurde restauriert und neu geweiht. Eine Turn-Show mit dem Reck-Weltmeister Andreas Aguilar und dem Turn-Akrobaten Alfred Lefebre gehörte zu den Höhepunkten.

Tischtennis-Hobbymeisterschaften werden erstmals ausgetragen.

Die Damenmannschaft der Volleyball-Abteilung wird Meister in der Kreisliga.

 

1992

Hilde Hennecke übernimmt die Funktion des Kassenwartes von Hermann Meyer.

Die Leitung der Tischtennis-Sparte übernimmt Bernd Hotopp, der auch gleichzeitig Vorsitzender des Tischtennis- Kreisverbandes Holzminden ist.

 

1993

Der Vereinsbeitrag für Erwachsene wird auf 30 DM im Jahr erhöht. Am Landes-Turnfest in Wolfsburg nehmen einige MTVer teil, wobei Iris Böhm in ihrer Klasse den ersten Platz belegt.

Die Tradition des alljährlich durchgeführten „Schauturnens" geht zu Ende.

Das erste Tischtennis-Herrenteam wird Meister in der Zweiten Bezirksklasse.

 

1994

Nach 20-jähriger Tätigkeit als Sportwart, mit vorbildlicher Pflichterfüllung für den Verein, stellt Dietmar Helmke seinen Posten zur Verfügung. Die Nachfolge tritt Iris Böhm an. August Henniges erhält für langjährige Gruppenleiter-Funktion einen Ehrenteller.

14 MTVer fahren zum Deutschen Turnfest nach Hamburg. Ein großer Erfolg wird die erstmals durchgeführte „Oldie-Night“ vor der Sporthalle.

 

1995

Die mit Unterstützung von MTV-Mitgliedern errichtete Grillhütte oberhalb vom Schützenheim wird durch die Vereinsgemeinschaft eingeweiht.

Eine Mädchengruppe wird in der Volleyball-Abteilung aufgebaut. Eine Mädchen-Tanzgruppe wird durch Margot Müller und Silke Schlieker ins Leben gerufen.

Bernd Hundertmark nimmt erfolgreich am New-York-Marathon teil.

 

1996

Hermann Schlieker jun., der Ende der achtziger Jahre viele Fakten aus der Vereinsgeschichte zusammengetragen hat, steht als Schriftführer nicht mehr zur Verfügung. Seine Nachfolge tritt Dagmar Meyer an. Ein Novum, der Vorstand des „Männer-Turn-Vereins" besteht aus vier Frauen und einem Mann.

Die MTV-Sommerparty auf dem Grillplatz, mit Vorführungen der Tanzgruppen, Show-Einlagen einiger Künstler und DJ „Hopper", wird zu einer festen Größe im Veranstaltungskalender der Gemeinde.

Uwe Eikenberg legt erfolgreich die Prüfung zum Tischtennis-Übungsleiter ab.

 

1997

Der Jahresbeitrag für Erwachsene steigt auf 35 Mark.

Einige MTVer verbringen eine Ski-Freizeit im Ötztal. Da zum wiederholten Mal wegen unzureichender Schneelage kein Alpin-Ski im Elfas möglich ist, reicht es zumindest zu einem Rodeltag am Böhneberg.

Die Volleyball-Damen steigen in die Bezirksliga auf.

Ein Adventsbasar mit der Aufführung des Märchens „Hänsel und Gretel“ findet in der Sporthalle statt.

Margot Müller wird zur Fachwartin Kindertanzen im Turnkreis Holzminden gewählt.

 

1998

Die Vorstandswahlen sorgen für einen Führungswechsel. Neuer Vorsitzender wird Bernd Hundertmark, sein Stellvertreter wird Bernd Hotopp, Matthias Kukasch übernimmt die Kassengeschäfte und zum Sportwart wird Carsten Scharf gewählt.

Heidi Kukasch wird zur Ehrenvorsitzenden ernannt.

Margot Müller wird nach 21-jähriger engagierter Arbeit als Übungsleiterin beim "Krabbelvolk" mit einem Ehrenteller ausgezeichnet.

Die B-Schülermannschaft wird Tischtennis-Kreismeister und Bernd Hotopp wird Vize-Kreismeister im Einzel der offenen Meisterschaftsklasse.

 

1999

Die Vorbereitungen für das 100-jährige Jubiläum laufen an.

Stepp-Bretter werden für die neu gebildete Step-Aerobic-Gruppe beschafft und dank einer Spende von Bürgermeisterin Ingeborg Müller kann die Ausstattung komplettiert werden.

Aufgrund der Initiative von Silke Schlieker und Iris Grocholl findet der erste Kleider- und Spielsachen-Basar in der Hils-Sporthalle.

Die Gymnastikgruppe der älteren Damen, die von Anfang an von Gertrud Keitel hervorragend geleitet wird, feiert ihr 20-jähriges Bestehen.

 

2000

Mit einem Neujahrs-Empfang im Zusammenhang mit einem Hallen-Bosseln wird das neue Jahrtausend eingeleitet. Rekordbesuch bei der MTV-Sommerparty.

Die erste Tischtennis-Herrenmannschaft steigt in die 1. Bezirksklasse auf.

 

2001

Der MTV Mainzholzen feiert sein 100-jähriges Bestehen.